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N E W S
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Freitag, 03.August.
Der alaskanische Musher Jerry Louden, der mit seiner Partnerin Aily
Zirkle (Gewinner der Yukon Quest 2000) "Sunk's Place Kennels" nahe
Fairbanks betrieb, in der Yukon Quest 2001 auf dem 10ten Platz das Ziel
erreichte und sich schon fuer die 2002 Yukon Quest eingetragen hatte,
kam am 3.August in einem schweren Verkehrsunfall nahe Paxton ums Leben.
Ein weisser "Pick-up Truck", der von mehreren Zeugen auf dem Richardson
Highway "mit ueberhoehter Geschwindigkeit und hochgefaehrlichen
Ueberhohlmanoevern" gesichtet wurde und nach dem nun gefahndet wird, ist
Louden nach Vermutung der Polizei in einer unuebersichtlichen Kurve
entgegengekommen. Jerry Louden, der zu dieser Zeit einen grossen Lastwagen
fuhr und an Strassenarbeiten im Bereich von Paxton arbeitete (Sein
"Sommerberuf") ,versuchte den Berichten und Spuren nach auszuweichen, kam
von der Strasse ab und der Lastwagen ueberschlug sich mehrere Male.
Fahndungen nach dem weissen Pick-up sind im Gange, haben allerdings
bisher zu keinem Erfolg gefuehrt.
Eine Tochter hat ihren Vater verloren und viele ihren Freund. Auch ist
Alaska ist um einen hervorragenden Musher und wunderbaren Menschen
aermer geworden.
Dienstag, 27.Februar.
Nach 16 Tagen, 6 Stunden und 35 Minuten ist auch der letzte Musher Bruce Milne,
in Fairbanks angekommen - er hat damit die 'Rote Laterne' gewonnen.
Montag, 26.Februar.
Bruce Milne ist als einzigster Musher noch auf dem Trail zur Zeit befindet er
sich noch auf dem Weg nach Mile101. Kyla Boivin und Jim Oehlschlaeger
sind heute in Fairbanks angekommen.
Unterdessen wurden, auf dem Abschluss-Banket im Fairbanks Westmark Hotel,
die Awards vergeben:
Spirit of the North Award: Joran Freeman
Rookie of the Year Award: Joran Freeman
Alyeska Vet's Choice Award: Frank Turner
Sportsmanship Award: Cor Guimond
Donnerstag, 22.Februar.
+++ Letzte Meldungen besagen, dass David Sawatzky auf dem Weg nach Mile 101
zurueckkehrte und aufgab angeblich haetten seine Hunde es nicht ueber de Eagle Summit
geschafft.+++
Drei Musher haben den Eagle Summit schon hinter sich gelassen und sind in Mile 101 angekommen;
Tim Osmar,Andrew Lesh und William Kleedehn. Die Trailbreaker sollen gute Arbeit geleistet haben und
auch das Wetter spielt mit, obwohl angeblich heftige Winde am Eagle Summit wehen.
Einige der Musher, wie Sawatzky finden 'Rosebud', anstrengender und gefaehrlicher als
den eigentliche hoeheren Eagle Summit.
Besonders Augenmerk sollte man auf William Kleedehn werfen, denn man darf nicht vergessen,
dass der 41jaehrige nur ein Bein (1978 bei einem Autounfall verloren) hat und eine Prothese traegt.
Umso erstaunlicher ist es, dass er bisher so gut mithalten konnte und allen Strapazen trotzen
konnte, die der 1600 Kilometer lange Trail bietet.
Die ersten Musher in Fairbanks , werden in den fruehen Morgenstunden am Freitag erwartet.
Dienstag, 20.Februar.
Sylvia Furtwaengler hat, nachdem sie in Dawson City ankam, aufgeben muessen.
Angeblich soll eine Salmonellenvergiftung ihrer Hunde der Grund gewesen sein.
Dieter Zirngibl, dessen Hunde auch an einer Virusinfektion gelitten haben
sollen, verweilt noch in Dawson, ob er das Rennen weiter fortsetzten kann,
liegt an dem Zustand seiner Hunde.
Zwei weitere Musher mussten das Quest vorzeitig beenden; Connie Frerichs gab auch
in Dawson auf und Hugh Neff wurde, aus noch unbekannten Gruenden, in Eagle von
der Rennleitung, disqualifiziert.
Waehrendessen ist das 'Vierer-Team' von, Tim Osmar, William Kleedehn, David Sawatzky
und Andrew Lesh in Slavens Cabin angekommen und fuehren somit das Feld an.
Die Tieraerzte des Yukonquest halten David Sawatzky nicht fuer den Tod seines
Hundes verantwortlich, und so darf er das Rennen fortsetzten.
++ Ein zweiter Hund ist verstorben; Carrie Farr aus Nenana kam mit einem toten
Hund in ihrem Schlitten in Eagle an. In Dawson wurde an dem Hund schon eine leiche
Bronchitis festgestellt - trotzdem erlaubte die Rennleitung, das Farr das Rennen
fortsetzten darf ++
Samstag, 17.Februar.
Nach einer 36 stuendigen Zwangsrast durfte William Kleedehn als erster
Dawson City verlassen. Allerdings hat er nur einen geringen Vorsprung
gegenueber Tim Osmar (ca.15 Min)
und David Sawatzky (1 Std.), Lesh und Freeman (ca.2 Stdn) und
Schandelmeier (ca.4 Stunden).
David Sawatzky, einer der Favoriten des Rennens hatte sich bei einem
Unfall kurz vor Dawson City, als sein Schlitten in voller Fahrt
umstuerzte,eine Knochensplitterung im Fussgelenk zugezogen und ist
dadurch sehr behindert. Trotzdem will der Musher, der immer noch alle 14
Hunde seines Teams fuehrt, das Rennen nicht aufgeben.
Schandelmeier, der nach Pelly Crossing etwas zurueckgeblieben ist ,hat
ebenfalls gute Chancen die Fuehrer des Rennens mit seinen 14 Hunden
einzuhohlen. Noch bedeutet ein vierstuendiger Vorsprung wenig. 800 km
liegen noch zwischen den Teilnehmern und Fairbanks.
Die Teams werden Montag am fruehen Morgen deutscher Zeit in Eagle
erwartet.
Auch die juengste Teilnehmerin des Rennens, Kyla Boivin (18), hat
inzwischen Dawson auf Position 18 mit 13 Hunden erreicht und liegt
erstaunlich gut im Rennen.
Die traurigste Nachricht ist wohl Dario Daniels, der Musher aus Seward. Er
hatte vor nach Beendigung der Yukon Quest weiter bis nach Nome zu fahren
um dadurch Spenden fuer einen querschnittsgelaehmten Freund zu
sammeln, ist allerdings schon vorgestern in Pelly Crossing
ausgeschieden. Gruende dafuer wurden von der Rennleitung leider nicht
angegeben.
Mittwoch, 14.Februar.
Durch einen unverhofften Zwischenfall hat heute der erste Musher in
Carmacks das Rennen aufgeben muessen.
Jack Berry, ein 43jaehriger Musher aus Homer Alaska transportierte einen
seiner eigenen Hunde, der leicht erkrankt war in seinem Schlitten als
dieser aus dem Schlitten sprang und im Unterholz verschwand. Berry nahm
die Suche auf und fuhr spaeter nach Carmacks zurueck um aufzugeben und
die Suche nach seinem Hund fortzufuehren.
+++ Berichtigung +++ : Jack Berry ist ausgeschieden, weil fuenf seiner
Hunde aufegegen haben +++ Doug Grilliot hatte seine Hund verloren, den er
nach 14 Stunden wiederfand +++ Auch John Gourley musste aufgeben ++++
William Kleedehn, in Kanada auch seit langem als "Iron Will" oder
"eiserner Willi" genannt, fuehrt das Rennen immer noch an und scheint
inzwischen das Tempo von Schandelmeier, Sawatzky und Osmar zu
bestimmen, die ihm dicht auf den Fersen sind. Kleedehn hatte bei seiner
Einfahrt in Pelly Crossing einen minimalen Vorsprung von 9 bis 48
Minuten gegenueber den ersten drei Verfolgern.
In einem strategischem Zug hielt er nur fuer 18 Minuten im Checkpoint
Pelly Crossing um den langem Weg zum naechsten
Ziel Dawson, anzutreten. Seine Verfolger allerdings entschieden sich dazu
in Pelly Crossing zu rasten.
William Kleedehn hat nun allerdings nur noch 12 Hunde in seinem
Team, waehrend Schandelmeier und Sawatzky immer noch je alle 14 Hunde in
ihrem Team fuehren.
Die Tatsache, dass "Iron Will" nicht in Pelly Crossing rastete, besagt
allerdings nicht viel, da er ohne Zweifel auch rasten muss.
Osmar und viele andere Musher, die auf der Strecke nach Pelly Crossing
zum ersten Male ueber kurze Strecken mit den aufgetuermten Eisschollen
des Yukon zu kaempfen hatten ueber die jeder so lange geredet
hatte, zeigten Besorgnis ueber den Zustand des Trails.
"Tiefe Risse liegen auf dem Trail verborgen", sagte Osmar in einem
Interview, "und ich bete, dass keiner meiner Hunde seine Pfote aus
Versehen in soetwas reinsteckt. Man muss sich gezwungener Massen Zeit
nehmen."
Ebenfalls scheinen gefaehrliche Stellen nur teilweise markiert zu
sein, wie Frank Turner, der Gewinner der Yukon Quest '95 verlauten lies.
Turner hat inzwischen nur noch 11 Hunde, nachdem drei Hunde seines
erfahrenen Teams durch Schulterzerrungen
ausscheiden mussten. "Ich hatte mir wirklich vorgenommen mit mindestens
12 Hunden in Fairbanks anzukommen",
meinte der Musher, der immer noch den Streckenrekord der Yukon Quest
haelt, und fuegte in seiner trockenen Art hinzu: "Dieser Plan laesst sich
anscheinend nicht verwirklichen."
Kyla Boivini, die 18jaehrige Kanadierin aus Dawson und juengste
Teilnehmerin des Rennens hat den Trail anscheinend ohne allzugrosse
Schwierigkeiten bestanden, ist aber mit 13 Hunden noch in Carmacks.
Auch Sylvia Furtwaengler und Dieter Zirngibl, die deutschen Teilnehmer
des Rennens rasten neusten Nachrichten zufolge immer noch in
Carmacks.(Stand 8 Uhr 14.2)
Furtwaengler hat inzwischen 3 Hunde ihres Teams abgegeben und trug
einen weiteren Hund im Schlitten nach Carmacks. Gruende wurden nicht
genannt.
Obwohl Dieter Zirngibl mit einem unreduzierten Team von 14 Hunden
laeuft, deuten Ankunfts und Abfahrtszeiten darauf hin, dass beide
Teilnehmer zumindest im Augenblick den Trail gemeinsam bestehen.
Von Pelly Crossing aus geht der Trail fuer die Musher auf den ersten
Plaetzen nun Richtung Stepping Stone, das 60 Kilometer entfernt liegt.
Sonntag, 11.Februar.
Mit Temperaturen um -8 C, einem Wetter das eigendlich etwas zu warm
fuer die Schlittenhunde ist, startete das Rennen ohne Zwischenfaelle und
die ersten Musher sind am Montags gegen 3 Uhr morgens Ortszeit, also
gegen 13 Uhr deutscher Zeit in Braeburn zu erwarten. Am zweiten
offiziellen Checkpoint Carmacks, werden die Musher allerdings sicherlich
nicht vor 22 Uhr Ortszeit, also Dienstag morgen 8 Uhr deutscher Zeit
eintreffen.
Der Zustand der Trails bis nach Carmacks wird allgemein als gut
bezeichnet, obwohl letzte Nachrichten der Trailbreaker besagen, dass eine
ca.15 km lange Teilstrecke nach Carmacks, die auf dem Yukon River liegt
ueber ineinander verkeilte Eisschollen fuehrt und aeusserst gefaehrlich
ist.
Nach Meinung von erfahrenen Mushern und Kennern des Rennens gibt es
zumindest fuenf
Schlittenhundefuehrer, die gute Chancen haben das Rennen zu gewinnen.
Dies waeren:
John Schandelmeier, der 48 jaehrige Trapper aus Paxton Lake.Er hat das
Rennen 11 mal gefahren, zweimal gewonnen und war nur einmal nicht unter
den zehn ersten Mushern.
Frank Turner aus Whitehorse, der mit 53 Jahren alle Rennen der Yukon
Quest seit 1984 gefahren ist, immer noch die schnellste Zeit des Rennens
haelt und in den letzten 6 Rennen nie schlechter als auf dem 5.Platz
abgeschnitten hat.
Tim Osmar, der bisher nur einmal in 1986 die Quest gefahren ist und
dritter wurde. Der 33jaehrige Hochseefischer aus Alaska hat sich
allerdings ueber die Jahre einen Namen im Iditarod Rennen gemacht.
Dave Sawatzky, 43 Jahre alt, der acht Mal an der Quest teilgenommen hat
und 1993 als dritter ueber die Ziellinie kam um danach mehrere Male am
Iditarod teilzunehmen.
Jack Berry,der dreimal an der Quest teilgenommen hat und letztes Jahr
den 5.Platz belegte. Manche denken, dass der 43 jaehrige damals haette
gewinnen koennen wenn sein Schlitten durch einen angreifenden Elch im
Rennen nicht schwer beschaedigt worden waere.
Auch die "Yukon Quest 250" startete am Sonntag um 20 Uhr auf dem selben
Trail wie das eigendliche Rennen und wird in Pelly Crossing enden, dem
drittem Checkpoint auf dem Wege nach Fairbanks.
Die "Yukon Quest 250" ist eines der Qualifikationsrennen in Alaska und
Kanada von denen ein Musher zumindest eines erfolgreich beendet haben
muss um an der Yukon Quest teilnehmen zu duerfen.
Mittwoch, 7.Februar.
Dario Daniels, ein 36jaehriger Teilnehmer des Yukon Quest aus
Homer, Alaska und langjaehriger Wildnisfuehrer hat seine eigene Agenda im
haertesten Rennen der Welt.
In einem Camp nahe Seward von dem aus er Hundeschlittentouren auf die
umliegenden Gletscher leitete traf er diesen Sommer einen Gast namens
Craig Harmon.
Herr Harmon, 43 Jahre Alt, verunglueckte mit seinem Auto nach den Ferien in Alaska
auf seinem Weg nach Kalifornien und ist seither
querschnittsgelaehmt. Aerzte bezweifeln, dass er selbst seine Arme je
wieder bewegen werden kann. Er war auch nicht versichert.
Dario Daniels versucht jetzt durch einen vorher nie versuchten 2800 km
Lauf von Dawson ueber Fairbanks nach Nome, Geldspenden fuer den
querschnittsgelaehmten Harmon zu finden.
Der Musher, der den Iditarod einmal bestanden hat, die 1700 km dieses
Rennens allerdings bisher auch sieben Mal als Fuehrer mit
Schlittenhunden befahren hat, verkuendete heute, dass er mit der Yukon
Quest sein persoenliches Rennen nicht beenden wird sondern es bis nach
Nome zum Zielpunkt des diesjaehrigen Iditarod fortsetzen wird.
Dies hiesse nicht nur, dass er Trails von Fairbanks noerdlich bis zum
Yukon River finden muss um bei Kaltag schlussendlich auf den weit
westlich liegenden Iditarod Trail zu stossen,sondern auch, dass er ueber
1000 km zum haertesten Rennen der Welt hinzulegen wird.
Ohne Zweifel wird dies seine Strategie aendern, da er in Fairbanks nicht
wie andere Musher nach Hause gehen wird.
"Irgendwann kommt ein Punkt wenn man weiss, dass man helfen kann und es
tut oder den Ruecken kehrt. Als ich fuehlte, dass ich meinen Ruecken nicht
kehren wollte fiel die Entscheidung und nun bin ich auf dem Weg nach
Nome."
Kein Musher in neuzeitlicher Geschichte hat je einen Gesamtlauf von
Dawson nach Nome gemacht und Herr Daniels ist sich dessen voellig
bewusst: "Man muss dies einfach so ansehen: Ich und meine Hunde werden
nicht aufgeben koennen weil Herr Harmon nicht aufgeben soll und Herr
Harmon soll nicht aufgeben weil wir nicht aufgeben werden. Es wird uns
beide staerker machen."
Dies bedeutet ohne Zweifel, dass Dario Daniels seine Gewinnchancen in der
Yukon Quest aufgibt,
da er mit der Energie seiner Hunde und seiner eigenen Energie weitaus
mehr haushalten werden muss als andere im Rennen.
Sonntag,4.Februar.
Dieses Wochenende wurden die Hunde, die an der Yukon Quest teilnehmen
offiziell gekuehrt.
Eine Gruppe von zehn erfahrenen Tieraerzten, die an allen Streckenposten
der Quest die Tiere waehrend des Rennens betreuen werden, begannen ihre
Voruntersuchungen und implantierten kleine Microchips in die Haut der
vierbeinigen Teilnehmer des haertesten Rennens der Welt.
Als einzigste deutsche Tierärztin, arbeitet Annette Kriller aus Echingen
im Team der freiwilligen Tieraerzte des Yukon Quest mit.
Die Microchips sollen der Identifikation waehrend des Rennens dienen um
ueber die Gesundheit der Hunde genau Buch halten zu koennen und Dinge
wie einen 'geheimen Austausch' zu vermeiden.
Waehrend die Tiere auf 'Herz und Nieren' untersucht wurden, gab das
Wochenende auch den Mushern die erste Chance Fragen an die Tieraerzte zu
stellen, was vor allem von Neulingen des Rennens wahrgenommen wurde.
Die Tieraerzte aus Kanada und Alaska sowie einigen anderen Staaten der
USA, denen waehrend des Rennens an den Streckenposten kalte und
schlaflose Naechte bevorstehen werden, haben sich fuer diese Arbeit als
Freiwillige gemeldet und werden nicht bezahlt.
Dafuer allerdings bekommt jeder der Aerzte einen nagelneuen,hochwertigen
roten Daunenparka mit dem Emblem der 'Yukon Quest', den sie nach dem
Rennen behalten duerfen.
Ohne Zweifel werden sie diese dringend brauchen.
Peter Kamper
Januar 2001
Die Rennleitung des Yukon Quest (Start am 11. Februar) steht vor Problemen. Weil es im Gebiet der Strecke Dawson-Eagle-Circle mehr offenes Wasser als
geschlossene Eisdecke auf dem Yukon gibt, war in den vergangenen Tagen sogar überlegt worden, eine völlig neue Route zu schaffen.
Damit wäre unter anderem auch der American Summit, einer der gefürchtetsten Berge weggefallen.
Nach jüngsten Informationen will die Rennleitung nun doch an der alten Strecke festhalten.
Die Route würde dann aber auf mehr als 300 Kilometer über gefürchtetes Packeis führen.
Dazu Yukon-Quest-Teilnehmer Dieter Zirngibl (Buchautor 'Kalte Schnauzen - Kalte Hände'): 'Ich bin sicher, dass es diesmal eines der härtesten Rennen überhaupt wird.'
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N E W S
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Freitag,23.Februar
Tim Osmar aus Ninilchik (Alaska) hat das Yukon Quest International Sled Dog Race 2001
gewonnen!
Er kam um 3:48 morgens in Fairbanks auf dem zugefrorenen Chena River,
nach 11 Tagen, 14 Stunden und 38 Minuten, an. Dem drittplazierten von 1986, war der Sieg
praktisch nicht mehr zu nehmen, da sein naechster Verfolger, Andrew Lesh, in
Angel Creek noch eine Penality Strafe von einer halben Stunde bekam und damit
1 1/2 Stunden nach Osmar erst Angel Creek verliess.
Osmar, der seit Dawson City schon ein gutes Gefuehl hatte,
war sehr gluecklich und sagte, dass alles perfekt gelaufen sei, auch sprach
er schon von seinem naechstem Vorhaben dem Iditarod und zwar nicht das Rennen 2002,
sondern das diesjaehrige, dass am Samstag, dem 3 Maerz startet! (koennen sie auch
hier bei alaska-dogmushing.de verfolgen) Dort wird er auch, mit natuerlich einem
neuen Hundegespann, an den Start gehen - vielleicht hat er sich ja darum so geeillt...
Andrew Lesh ist 'erwartungsgemaess', mit einer Zeit von 11 Tagen, 16 Stunden und 4 Minuten,
Zweiter geworden.
Dritter ist, der aus Deutschland stammende William 'Iron Will' Kleedehn
geworden.
Mittwoch,21.Februar
Dieter Zirngibl hat in Dawson aufgegeben, seine Hunde hatten sich nicht wir erhofft
von der Salmonellenvergiftung und den Strapazen erholen koennen. Waehrendessen
beklagt sich Sylvia Furtwaengler, die ihre Hunde von Zirngibl geliehen hatte, das
sie 'nehmen musste was da war' - angeblich waren die Hunde 'platt und fertig'.
Von den 31 gestarteten Teams sind nun nur 20 im Rennen, da neben Zirngibl auch der
Rennneuling Kirsten Bey aus Nome und Keli Mahoney in Dawson aufgaben.
John Schandelmeier, der noch als einzigster mit allen 14 Hunden unterwegs war, musste
in Circle City 3 Hunde zuruecklassen.
Die ersten sechs Musher sind in Circle angekommen. Dabei ueberraschte Andrew Lesh wohl
die Konkurrenten, als er nur kurz anhielt um Proviant mitzunehmen und nach ein paar
Minuten weiterfuhr - er wird wahrscheinlich auf dem Weg nach Central in einer Cabin
oder auf einem Campingplatz rasten.
Hugh Neff wurde disqualifiziert, da er sich ueber eine Anweisung der Rennleitung und
der Tieraerzte
hinweg setzte; er sollte in Eagle laenger Rast machen, damit sich seine Hunde besser
erholen koennten. Neff wollte aber nicht laenger warten ausserdem haette er nicht genug
Proviant obwohl er dann von einem ausgeschiedenen Hundeschlittenfueher Nahrung bekam.
Nun setzt er das Rennen trotzdem fort auf eigene 'Faust' - gegen die Rennleitung!
Montag,19.Februar
Erster Hund tot! Als David Sawatzky in Eagle ankam, hatte er einen seiner Hunde (John) tot im Schlitten.
An dem Hund wird ueblicherweise eine Autopsie durchgefuehrt, um festzustellen an was bzw. warum der
Hund gestorben ist. Sawatzky war in Trauer um seinen Hund und sich keiner Schuld bewusst.
Zwei weitere Musher mussten aufgeben; Sig Stormo und Eric Nicolier. Naeheres weiter unten.
Inzwischen ist Sylvia Furtwaengler auch in Dawson eingetroffen, der zweite deutsche Musher Dieter Zirngibl,
jedoch ist immer noch auf dem Weg nach Dawson. Er soll erhebliche Schwierigkeiten haben, einige seiner
Hunde an einer Viruserkrankung erkrankt sein.
+++ Letzte Meldung besagt, dass er vermisst wird ! +++
Tim Osmar und William Kleedehn fuehren nach der Ueberquerung des
American Summit immer noch das Yukon Quest und scheinen sich nicht aus
den Augen verlieren zu wollen. Die beiden Musher wurden gestern auf dem
Trail von Buschflugzeugen gesichtet,als sie zusammen rasteten und fuhren
auch in Eagle nur mit zwei Minuten Unterschied ein.
Auch Dave Sawatzky, der eine Knoechelverletzung hat,liegt nach fast 1000
km des Rennens nur 6 Minuten hinter den beiden.
Allerdings hatte Sawatzky schlechte Nachrichten,als er im Checkpoint am
Yukon River einfuhr.Einer seiner Hunde war auf dem Trail ohne Vorzeichen
gestorben.
Tieraerzte der Yukon Quest bestaetigten in einem Interview, dass
Sawatzkys Hunde in Dawson voellig gesund waren und der Tod des
3-jaehrigen Hundes recht mysterioes erscheint. Er wird nun zur Obduktion
nach Anchorage geflogen. Falls Fahrlaessigkeit oder schlechte Behandlung
von Seiten des Mushers festgestellt werden sollte,wuerde Dave Sawatzky
nicht nur disqualifiziert werden,sondern duerfte auch an zukuenftigen
Rennen nicht mehr teilnehmen. Vorlaeufige Diagnosen allerdings lassen
Herzversagen durch einen unterschwelligen Herzfehler vermuten.
Auch Andrew Lesh, der in der Yukon Quest 2000 den 10. Platz belegte, hat
sich nun den Fuehrern angeschlossen, faehrt allerdings nur noch mit 10
Hunden.
Das einzige Team im Rennen, das noch alle 14 Hunde fuehrt, wird von John
Schandelmeier gefahren, der Dawson 4 Stunden hinter den Fuehrern
verliess. Wer seine Rennzeiten der letzten 36 Stunden genauer betrachtet
wird sehen,dass er systematisch mit 15 Minuten hier und dort am
aufholen ist und fuer Kleedehn und Osmar jederzeit eine Gefahr werden
kann.
Die Teams, die die Grenze nach Alaska ueberquert haben, muessen nun den
schwierigen und oft diskutierten Trail von Eagle nach Circle
ueberstehen. Diese Strecke fuehrt auf dem Yukon entlang,der dieses Jahr
einem Truemmerfeld aus Eisschollen gleicht und letzten Nachrichten nach
auch offene Wasserstellen aufweist. Man spekuliert, dass diese Teilstrecke
speziell Kleedehn mit seiner Beinprotheses und Sawatzky mit seiner
Knoechelverletzung zu schaffen machen wird, da viel Beinarbeit und
Wendigkeit erforderlich sein wird. Das selbe wird auch spaeter fuer den
steilen Eagle Summit gelten.
Auf der Strecke Eagle-Circle wird in den naechsten 30 Stunden das
entgueltige Fuehrungsfeld entstehen aus dem der Sieger hervorgehen
wird. Je nachdem ob in Biedermanns Huette dieses Jahr einen
Kurzwellensender vorhanden ist werden Daten auch von dort auf dem
Internet erscheinen,
obwohl einige Musher gerne nachts heimlich an diesem unoffiziellem
Checkpoint vorbeifahren, was leicht zu irrefuehrenden Zeitangaben in den
Listen fuehren kann.
Kurzwellensender sind auch jetzt schon in Eagle, Circle und Central in
Betrieb,
koennen allerdings durch Nordlichtaktivitaet schwer beeintraechtigt
werden.
"Mile 101", eine kleine Huette und inoffizieller Checkpoint westlich von
Eagle Summit wird Montag abend deutscher Zeit geoeffnet werden und
ebenfalls ueber Kurzwelle mit der Aussenwelt in Verbindung stehen. Hier
allerdings wird es den Mushern schwieriger fallen sich
"vorbeizuschleichen" als bei Biedermanns Cabin, da die Freiwilligen des
Streckenpostens an einer Engstelle des Trails batteriebetriebene
Bewegungssensoren aufgebaut haben, die ein Radiosignal zur Huette
senden, falls sich ein Team naehert. Daten aus 101, das ungefaehr 5 1/2
Stunden von Angel Creek, dem naechsten Streckenposten, entfernt
liegt, sollten damit recht akurat sein.
5 Teams haben inzwischen das Rennen aufgegeben. Darunter befindet sich
auch Sig Stormo, der aus Versehen in Dawson einen grossen Schluck
hochgiftigen Methylalkohols trank, der in eine alte Saftflasche
abgefuellt war. Er wurde ins Krankenhaus nach Whitehorse geflogen.
Auch Eric Nicolier musste aufgeben, nachdem bei ihm eine Lungenentzuendung
diagnostiziert wurde.
Dario Daniels, der erst die Yukon Quest beenden wollte um dann einen
Trail zum 800 km westlich gelegenen Nome mit seinen Hunden zu fahren,hat
das Rennen zwar aufgegeben, faehrt allerdings dennoch weiter. In einem
Interview meinte er, dass das Tempo des Rennens fuer seine Plaene zu
schnell sei und er freiwillig ausscheidet um Freiwillige an Checkpoints
nicht auf ihn warten zu lassen. Er befindet sich also immer noch auf dem
Weg nach Nome und ist nun in Dawson City.
Freitag,16.Februar
Viele Geruechte zirkulierten heute um die Musher der Yukon
Quest. Radiostationen sprachen von Funkspruechen aus dem Busch, die
besagten, dass ploetzlich David Sawatzky die Fuehrung uebernommen
haette. Stunden spaeter besagten andere Berichte, dass Frank Turner
ploetzlich an der Spitze lag und wiederum spaeter wurde erklaert, dass es
William Kleedehn und Hugh Neff waren.
Als die ersten Musher aber von ihrem einsamen Trail durch die
Wildnis hinter Solomons Dome, einem der hoechsten Berge des Rennens kurz
vor Dawson City gesichtet wurden, waren es Tim Osmar und William
Kleedehn, die sich ein erbittertes Rennen lieferten.
Es war dann Tim Osmar, der in keinerlei Nachrichten
in den letzten 24 Stunden erwaehnt wurde, der mit einem Vorsprung von
nur zwei Minuten zuerst in Dawson City ankam und gewann damit die 4 Unzen
Goldnuggets, die die Stadt an den ersten einfahrenden Musher des
Rennens vergibt.
Die beste Zeit nach Dawson wurde allerdings von William Kleedehn
gefahren, da er den Startregeln nach als Nummer 22 des Rennens erst 14
Minuten hinter Osmar Whitehorse beim Start des Rennens verliess.
Da die unterschiedlichen Startzeiten der Musher in Dawson aufgehoben
werden, darf damit Kleedehn nach der 36stuendigen Zwangsrast, die alle
Musher nach ihrer Ankunft einlegen muessen als erster mit einem 12
minuetigem Vorsprung die Goldgraeberstadt verlassen.
Donnerstag,15.Februar
William Kleedehn, der nicht in Pelly Crossing anhielt und sofort
weiterfuhr erreichte Stepping Stone Mittwoch gegen 6 Uhr morgens
Ortszeit. Er hat nun, wie sich spaeter herausstellen sollte, einen
Vorsprung von ueber 3 Stunden vor Sawatzky, Osmar und Schandelmeier, die
spaeter den inoffiziellen Checkpoint durchfuhren. Auch Frank Turner, Bill
Steyer und Hugh Neff hatten allerdings Stepping Stone bis um 14 Uhr
erreicht und meist wieder verlassen.
In den letzten 48 Stunden sind ueber 15 cm Schnee auf dem Trail
gefallen, den Kleedehn nun fuer die anderen Musher am brechen ist was
seine Hunde ohne Zweifel ermuedet und in den seltensten Faellen zum Sieg
gefuehrt hat.
Ein kanadischer Reporter brachte diese Frage auf, als "Iron
Will",(William Kleedehns Spitzname) seine Hunde waehrend der kurzen Rast
in Stepping Stone fuetterte.
"Sie haben nun den Trail fuer die anderen Musher ueber 300 km
gebrochen. Haben sie vor dies bis nach Fairbanks zu tuen?" Die Antwort
Kleedehns war lakonisch: "Wenn keiner mit mir mithalten kann wird mir
wohl nichts anders uebrigbleiben,oder ?"
Waehrend diese Antwort mehr psychologisch als informativ war zeigt es
doch, dass der Musher, den seine kuenstliche Beinprothese kaum zu
behindern scheint es Ernst meint.
Mit 12 sehr gesunden Hunden, die fast alle als Leithunde trainiert sind
sowie drei Stunden Vorsprung vor dem Rudel der Verfolger hat er eine
sehr gute Chance Dawson unangefochten zu erreichen, wo eine Zwangspause
von 36 Stunden eingelegt werden wird, falls er seinen Hunden bis jetzt
genuegend Rast gegeben hat.
Da "Iron Will" in Musherkreisen dafuer bekannt ist sich mehr um seine
Hunde als um einen Sieg zu sorgen, laesst sich vermuten,dass sein Team in
gutem Zustand ist.
Das naechste Ziel der Musher ist nun Steward River,ebenfalls ein
unoffizieller Checkpoint,der 100 km entfernt liegt.
Erfahrungsgemaess sind Informationen aus dieser Region kaum erhaeltlich
und oft das Produkt der Geruechte von Buschpiloten und Trappern in der
Gegend,die teilweise ueber Funk kommunizieren.
Sylvia Furtwaengler hat inzwischen ebenfalls Stepping Stone
erreicht, fuehrt allerdings nur noch 9 Hunde in ihrem Team. Informationen
ueber das Ausscheiden ihrer Hunde waren von der Rennleitung nicht
erhaeltlich.
Nur 5 der 29 uebriggebliebenen Teams im Rennen fuehren noch 14 Hunde.
Dave Sawatzky und John Schandelmeier, Teil des Rudels von dem Kleedehn
nun gejagt wird, Jim Hendricks, Ed Hopkins und Dieter Zirngibl,der Hunde
aus dem selben Zwinger wie Sylvia Furtwaengler benutzt.
Die Anzahl der Hunde wird sich speziell beim Besteigen von Solomons Dome
bemerkbar machen,dessen langen, steilen Steigungen ein Team extrem
belasten wird.
Dienstag,13.Februar
William Kleedehn hat mit seinem Team vorerst die Fuehrung
uebernommen. Mit nahezu Rekordzeiten traf er in Braeburn und auch spaeter
in Carmacks ein. Kleedeeen, 41 Jahre alt, stammt aus Carcross in den Yukon
Territories und verlor vor Jahren in einem Autounfall sein Bein, das nun
mit einer Prothese ersetzt ist, was ihn und sein Team offentsichtlich
kaum behindert.
Er verliess Braeburn eine Stunde vor den ersten
Verfolgern, Schandelmeier, Sawatzky und Osmar. In Carmacks kam er spaeter
mit einem Vorsprung von 20 Minuten vor Sawatzky und 50 Minuten vor
Schandelmeier an. Alle drei Teams haben noch 14 Hunde.
Das Feld der Musher hat sich inzwischen auf ueber 12 Stunden
ausgebreitet und manche Teams mussten schon Hunde abgeben. So hat zum
Beispiel einer der kanadischen Favoriten, Tim Osmar nur noch dreizehn
Hunde, Connie Frerichs aus Alaska 12 und Sylvia Furtwaengler aus
Deutschland, die Braeburn mit Dieter Zirngibl 8 Stunden nach dem ersten
Musher verliess nur noch 11 Hunde.
Die Ursachen sind unklar.
Noch ist es allerdings viel zu frueh um zu sagen,wer in diesem Rennen
wirklich Erfolg haben wird.
So ist William Kleedehn fuer seine schnellen Hunde in Rennen bis zu 450
km bekannt, was in keinster Weise heisst, dass sie dieses Tempo ueber 1600
km durchhalten koennen.
Auch Dave Dalton fuhr letztes Jahr ein schnelles Rennen bis nach
Dawson und musste dort mit einem fruehzeitig erschoepftem Team
aufgeben, was alle Musher wieder einmal daran erinnerte, dass es nicht
unbedingt das eiligste Team ist, das gewinnt.
Samstag,10.Februar
Freitag abend versammelten sich die Teilnehmer der Yukon Quest sowie
viele Fans und freiwillige Helfer im grossen Saal eines Hotels in
Whitehorse zur Ziehung der Startnummern, die entscheiden werden an
wievielter Stelle die einzelnen Musher Whitehorse fuer das 1700 km lange
Schlittenhunderennen aufbrechen werden.
Unterschiede in den Startzeiten werden spaeter in Dawson City waehrend
der 36 stuendigen Zwangspause abgerechnet, die die Musher dort einlegen
muessen.
Die groesste Ueberraschung des Tages war es,dass Sonny Linder, ein
Questveterane und Gewinner der ersten Yukon Quest Freitag nachmittag
ohne Begruendung seine Teilnahme am Rennen zurueckzog.
31 Musher werden nun am Sonntag das Rennen nach Fairbanks antreten.
Carrie Farr, eine Musherin aus Nenana, Alaska hatte bisher das groesste
Pech.
Nachdem sie am Mittwoch ihren Leithund "Boulder" wegen Infektion an
einem Vorderlauf vom Rennen streichen lassen musste, schaffte
"Whiskey", ein weiterer Hund ihres Teams, es Freitag sich von seiner Leine zu
befreien und wurde in einem Kampf mit zwei anderen freilaufenden Hunden
daraufhin getoetet.
Freilaufende Hunde sind in Whitehorse und auf allen Teilen des Trails
strengstens verboten, kommen allerdings trotz allseitiger Bemuehungen
vor.
Farr wird nun das Rennen wahrscheinlich mit 12 anstatt mit 14
Hunden antreten.
Dienstag,6.Februar
Durch einen ueberraschend warmen Winter ist der Yukon River diesen
Winter in Whitehorse nie richtig zugefroren und der erste Teil der
Strecke bis nach Tahiki Hotsprings wurde nun ueber Land gelegt. Es wird
die Gesamtstrecke des Rennens um etwa 16 Kilometer verlaengern.
Weitere Probleme mit dem Trail in dieser Gegend sind nicht zu erwarten.
Das groesste Problem wird allerdings die Strecke von Eagle nach Circle
sein.
Nachdem die Rennleitung beschlossen hatte, den Trail der Quest auf dieser
Teilstrecke beizubehalten
und wie jedes Jahr auf den Yukon zu legen, sind Freiwillige von Eagle und
Circle mit Motorschlitten, Aexten und Kettensaegen ausgezogen, um mit mehr
oder weniger brachialer Gewalt einen Trail in die Eisfelder des Yukon zu
schlagen, der sich ueber fast 240 km erstreckt.
Bis jetzt ist allerdings erst etwas ueber 2/3 dieser Teilstrecke
einigermassen befahrbar, und die schwierigsten Eisfelder an der Muendung
des Kandik Rivers, die gleich unterhalb von Eagle liegen bestehen den
freiwilligen 'Trailbreakers' noch bevor.
Selbst Veteranen des Rennens bestaetigen nun, daß die Teilnehmer
wahrscheinlich das schwierigste Rennen seit Beginn der Yukon Quest vor
18 Jahren bestehen werden muessen.
Die Reaktionen der Teilnehmer sind gemischt.
So meinte William Kleedehn, der diesjaehrige Gewinner des 'Copper Basin
300' (ein 450 km langes Schlittenhunderennen) aus den Yukon Territories:
'Falls jemand gewinnen will und seine Hunde ueber diese Teilstrecke
hetzt kann er das gerne tuen.
Wenn ich allerdings merke, daß die Strecke fuer meine Hunde gefaehrlich
ist werde ich nicht zoegern mir viel Zeit zu lassen.'
John Schandelmeier, ein alter Veterane des Rennens zeigte sich allerdings
in keinster Hinsicht beunruhigt: 'Wenn die Trailbreaker wirklich mit
ihren Motorschlitten da durchkommen, dann schaffen meine Hunde und ich es
mit geschlossenen Augen', meinte er in einem Interview.
'Einmal hat es ein Schlittenhundeteam bis auf den Gipfel von Mt. Mc
Kinley geschafft. Der Motorschlitten, der dies von sich sagen kann ist
noch nicht erfunden worden.'
In 5 Tagen wird das Rennen beginnen.
Peter Kamper
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