Frau in Alaska durch Lawine getötet
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Anchorage (Reuters) Januar 2000
- Durch einen Lawinenabgang ist im US-Bundesstaat Alaska eine Frau getötet worden. Die US- Polizei teilte am
Mittwoch weiter mit, ein Begleiter der 63-Jährigen sei nach fünf Stunden aus den Trümmern eines Hauses gerettet worden, das von den
Schneemassen überrollt worden sei. Der 50-Jährige sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Lawine hatte demnach rund zehn Häuser in
der Hafenstadt Cordova unter sich begraben. Nach Angaben der Rettungskräfte gab es jedoch keine weiteren Opfer.
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6 Tote bei Cessna-Absturz in Alaska
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Bethel (dpa) Dezember 1999
Der Absturz einer Cessna in Alaska hat sechs Todesopfer gefordert. Rettungsmannschaften fanden einen Tag nach dem
Verschwinden der Propellermaschine das Wrack. Bei den Toten handelt es sich um US-Bürger. Die Maschine war gestern in einem
Schneegestöber gestartet. Militärhubschrauber hatten nach dem Verschwinden des Flugzeugs dessen wahrscheinlichste Flugroute abgesucht.
Retter hatten zwar ein Notsignal empfangen, konnten die Unglücksstelle aber erst jetzt finden.
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Wo sich das Jahrtausend zuletzt verabschiedet
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Anchorage/USA (AP) - Dezember 1999
Ein Haufen aus Fels und Eis inmitten des Meeres, irgendwo am Ende der Welt. Lausig kalt wird es hier im Winter, die
Sonne lässt sich höchstens vier Stunden am Tag blicken. Es ist einsam, nur ein paar Häuser stehen herum. Weit und breit gibt es kein Hotel. Die
Insel namens Little Diomede ist wahrlich kein Platz, wo man seinen Urlaub verbringen möchte. Und doch: In diesem Jahr ist alles anders. Ihre
Lage in der Beringstraße, praktisch nur ein Steinwurf östlich von der internationalen Datumsgrenze entfernt, macht das Eiland zu einem der
interessanten Millenniums-Plätze: Es ist der Ort, an dem sich das alte Jahrtausend zuletzt verabschieden wird.
Nur etwa 160 Eskimos wohnen auf dieser Insel. Sie ernähren sich vom Fischfang und der Jagd auf Walrösser und Seehunde. «Die Menschen hier leben so, wie sie
es vor Hunderten, wenn nicht Tausenden von Jahren getan haben», erklärt die Reiseveranstalterin Lori Egge. Sie hat diesen Platz als «location» für eine der
exotischsten Jahrtausendfeiern entdeckt. Wenn das Eis rund um die Insel friert, ist es nur ein kurzer Fußmarsch vom neuen Jahrtausend ins alte und umgekehrt.
Little Diomede ist nur fünf Quadratkilometer groß - ein baumloser, abgeplatteter Berg, der steil aus dem Meer emporragt. Wer an einem der wenigen klaren Tage
auf seinem Gipfel steht, unter dessen Füßen breitet sich die majestätische Größe und Einsamkeit der Arktis aus. Was die Insel aber wirklich so besonders macht, ist
unsichtbar: die internationale Datumsgrenze, die etwa ein Kilometer westlich im Meer verläuft. Noch ein paar Kilometer weiter liegt die Schwesterinsel, Big
Diomede. Dort befindet sich, so zu sagen direkt an der Hintertür der USA, ein Außenposten des russischen Militärs. Damals, im Kalten Krieg, haben sich
amerikanische und sowjetische Soldaten hier misstrauisch beobachtet.
Lori Egge, Besitzerin des Reisebüros Sky Trekking Alaska, bietet einen elf Tage langen «Tanz auf der Datumslinie» an. Zu dem Tourenpaket gehört unter anderem
eine Reise quer durch Alaska an Bord einer mit Skiern bestückten Cessna mit Stopps in Dörfern entlang des Iditarod-Trails. Rechtzeitig zu Silvester will sie ihre
Kunden zu der Insel bringen. Über das gefrorene Meer geht es dann über die unsichtbare Linie, die das Heute vom Morgen trennt. Während das eine Bein hier
schon im Jahr 2000 steht, befindet sich das andere noch im alten Jahr. Mit Hilfe des Globalen Positionssystem wollen die Datumstänzer diese magische Linie finden.
«Theoretisch darf man eigentlich nicht die Datumsgrenze überqueren und ohne Visum nach Russland eindringen», erklärt Egge. Ein Visum ist aber wahrscheinlich das
letzte, worum sich die Teilnehmer dieser Reise sorgen werden. Unvorhersehbares Wetter, Eisbären, Treibeis und Kosten von über 12.000 Dollar (gut 20.000
Mark): Wer diesen Trip gebucht hat, weiß, dass dies keine gewöhnliche Silvesterfeier wird.
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