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Roden und Buddeln für Raketensilos in Alaska
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(ap), September 2001
-Testgebiet für NMD soll erweitert werden - Anwohner über Schaffung von Arbeitsplätzen erfreut -
Washington (AP) Die Gegend wirkt nicht, als hätte sie geopolitische Bedeutung: In einer bewaldeten Ebene rund 150 Kilometer nördlich
von Fairbanks im US-Staat Alaska roden Arbeiter 54 Hektar verkohlte Laubbäume auf einem abgeschlossenen Militärgelände. Wenn sie damit fertig sind, werden sie noch den Zustand einiger Straßen in der Nähe von Fort Greely verbessern und Brunnen bohren. Im kommenden Frühjahr will die Regierung von US-Präsident George W. Bush - die Zustimmung des Kongresses vorausgesetzt - dort tiefe Löcher graben und fünf Raketensilos unterbringen.
Während der Arbeiten werden die USA in Konflikt mit dem ABM-Vertrag von 1972 geraten. Dieser Vertrag untersagt die Errichtung von Systemen zur Raketenabwehr, um so das Gleichgewicht der Abschreckung zu erhalten, und steht den amerikanischen Plänen zum Aufbau eines nationalen Raketenabwehrsystems (NMD) im Weg. Washington hat angekündigt, sich entweder aus dem Vertrag zurückzuziehen, um nicht gegen ihn zu verstoßen, oder mit Russland einen neuen Vertrag auszuarbeiten, der NMD zulässt.
Schon während der Amtszeit des früheren US-Präsidenten Bill Clinton stand Fort Greely im Mittelpunkt von Fragen rund um den ABM-Vertrag. Clinton erwog, in dem Fort 100 Abfangraketen zu stationieren, die die einzige Raketenabwehr der USA bilden sollten. Unter Bush änderte sich diese Haltung. Die neue Regierung will verschiedene Raketenabwehrtechnologien testen, darunter auch das von Clinton favorisierte bodengestützte Abfangprogramm.
Zu diesem Zweck will die Armee das Testgelände praktisch über den gesamten Nordpazifik ausdehnen. Stützpunkte in Fort Greely, auf der Insel Kodiak und in Shemya, Alaska, sollen das existierende Testgebiet zwischen Kwajalein auf den Marshall-Inseln und dem Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien erweitern. Ballistische Zielraketen sollen bei den Tests den Plänen zufolge entweder von einem der Stützpunkte oder von einem Flugzeug gestartet werden und von neuen Radaranlagen auf ihrem Weg Richtung All verfolgt werden. Etwa 320 Kilometer über der Erdoberfläche sollen diese Raketen dann ihren Kurs ändern und wieder zur Erde zurückfallen. Eine oder mehrere Abwehrraketen - bodengestützt oder von Schiffen abgefeuert - auf Flugzeugen montierte Laserwaffen oder gar in der Erdumlaufbahn positionierte Waffen - sollen dann versuchen, die Rakete abzuschießen. Allerdings verbietet der ABM-Vertrag viele derartige Versuche.
Das riesige Testgebiet ist nach den Worten von Oberstleutnant Rick Lehner, Sprecher der zuständigen Behörde im Verteidigungsministerium, nötig, um ausreichend Versuche zu gewährleisten. Bislang gebe es nur eine Flugbahn für Raketen zwischen Kwajalein und Kalifornien; mit der geplanten Ausdehnung gäbe es mehrere. Die Erweiterung werde 800 Millionen Dollar (1,75 Milliarden Mark/895 Millionen Euro) kosten, ein Großteil davon werde für ein neues, hochauflösendes Radar in Hawaii veranschlagt.
Fort Greely soll ein Stützpunkt für Abfangraketen werden. Die Soldaten würden dort üben, wie die Raketen aus den Silos und wieder dorthin zurückgebracht werden. Auch Abschussübungen sollen dort stattfinden, aber keine eigentlichen Raketenstarts. Die fünf Silos würden aber funktionsfähig gehalten und seien im Notfall einsatzbereit. Und sollte das Projekt wie geplant umgesetzt werden, könnte Fort Greely schließlich doch Standort der Abfangraketen werden: Auf den 54 Hektar ist laut Lehner Platz für 100 Silos.
- Kritik von Umweltschützern -
Der Luftwaffenstützpunkt Greely war 1995 wie etliche andere weltweit geschlossen worden. Die Armee hatte dort Gerät unter arktischen Bedingungen getestet: Die Temperaturen fallen in der Region regelmäßig auf Werte um minus 50 Grad Celsius. Derzeit dienen die 300.000 Hektar als Übungsgelände für Bombenabwürfe. Nach Schließung des Stützpunkts verlor die nahe gelegene Ortschaft Delta Junction, die etwa 3.000 Einwohner hat, rund die Hälfte ihrer Arbeitsplätze. Die Stadtverwaltung ist daher froh über die Rückkehr der Soldaten. «Es werden eine Menge Bauarbeiter kommen und außerdem Raketenwissenschaftler, die hier leben und arbeiten», sagt Pete Hallgren, der für die Wirtschaftsentwicklung des Orts zuständig ist.
Über den Köpfen der Einwohner von Delta Junction werden noch lange keine Raketen fliegen. Die werden voraussichtlich auf der mehrere Hundert Kilometer südwestlich liegenden Kodiak-Insel starten. Dort befindet sich eine 1998 eröffnete, nicht-militärische Anlage mit Startrampen für Raketen. Die Armee könnte dort laut Lehner zwei Silos bauen und sich für zwei bis vier Starts pro Jahr einmieten. Einige Bewohner der Insel haben bereits gegen eine militärische Nutzung der Anlage protestiert. Ein Bündnis aus Umweltschutzgruppen und Rüstungsgegnern klagte in der vergangenen Woche gegen das Pentagon, um weitere Umweltstudien für das Übungsgelände zu erreichen. Nach Ansicht des Verteidigungsministeriums sind die unter Clinton durchgeführten Studien ausreichend, eine zusätzliche Studie für Kodiak wurde angeordnet.
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4 Deutsche bei Absturz in Alaska getötet
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Juneau (dpa), Juli 2001
- - Vier deutsche Urlauber sind bei einem Rundflug über Alaska abgestürzt und ums Leben gekommen. Das Wrack der einmotorigen Maschine wurde in der Nähe des Davidson Gletschers entdeckt, erklärte die Küstenwache. Alle sechs Insassen seien bei dem Absturz ums Leben gekommen. An Bord des Flugzeugs waren auch eine kanadische Reiseleiterin und der amerikanische Pilot.
Nach Angaben des Reiseveranstalters stammten die Urlauber aus Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg.
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33-Jähriger sticht 4 Grundschüler nieder
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Anchorage (reuters), Mai 2001
- Ein 33-jähriger Mann hat an einer Grundschule im US-Bundesstaat Alaska vier Schüler niedergestochen. Der Mann sei während einer Pause in die Schule gestürmt und habe die vier Jungen im Alter zwischen acht und zehn Jahren mit einem Messer in den Hals gestochen, sagte ein Polizeisprecher.
Ein Junge sei bei dem Vorfall am Montag (Ortszeit) lebensgefährlich, die drei anderen seien schwer verletzt. Zwei der Schüler waren Brüder. Nach Angaben der Polizei ist der Mann mehrfach vorbestraft und lebte ohne festen Wohnsitz in seinem Auto. Die Polizei habe mit Gummigeschossen auf den Mann
geschossen und ihn anschließend festgenommen.
Ein elfjähriger Schüler berichtete, der 33-Jährige habe sich bereits seit Tagen in der Nähe der Schule aufgehalten. Während der Tat stammelte der Mann den Polizeiangaben zufolge unzusammenhängend vor sich hin. Die Schulbehörde setzte den Unterricht nach der Tat aus. Die Schule soll auch noch am
Dienstag geschlossen bleiben. Es würden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen diskutiert, teilte eine Sprecherin mit.
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Wahrscheinlich zwei Tote durch Lawine
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Anchorage (dpa), Februar 2001
- Eine Lawine hat in Alaska wahrscheinlich zwei Menschen in den Tod gerissen. Sieben Wintersportler waren am Samstag
mit Schneemobilen etwa 160 Kilometer nordöstlich von Anchorage nahe der Stadt Eureka unterwegs, als die Lawine losbrach
und drei Männer unter sich begrub. Einer von ihnen konnte sich selbst aus den Schneemassen befreien, ein Zweiter wurde
tot geborgen. Mehr als 60 Helfer suchten am Sonntag mit Hubschraubern und Hunden nach dem dritten Verschütteten.
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Fahrscheine für Alaska-Fähren reservieren
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Anchorage (dpa), Dezember 2000
- Wer im kommenden Sommer im US-Bundesstaat Alaska eine Fährreise plant, sollte sein Ticket frühzeitig
buchen. Dies sei auf Grund der steigenden Beliebtheit von Fähren als Transportmittel dringend ratsam, heißt
es bei der Alaska Travel Industry Association in Frankfurt.
Reservierungen für den Sommer 2001 werden ab sofort per Fax unter der Nummer 001/907/277 48 29
entgegengenommen. Werden Fahrzeuge mitgeführt, müssen neben Route und Reisetag auch die
Abmessungen bei der Ticketbestellung angegeben werden. Preise und Fahrpläne sind im Internet abrufbar
unter http://www.state.ak.us/ferry, hieß es.
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Lachsmangel bedroht die Schlittenhunde
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Anchorage (Reuters), Oktober 2000
- Weil es im Norden der USA in diesem Jahr zu wenig Lachs gegeben hat, sind
Schlittenhunde in Alaska derzeit vom Hungertod bedroht. Die Bewohner in den betroffenen Dörfern am Yukon
River appellierten an die Tierliebe der US-Amerikaner und baten um sofortige Futterhilfe aus dem Umland.
Andernfalls seien sie gezwungen, ihre Hunde, die an Lachsfutter gewöhnt seien, zu töten. "Das könnte ich niemals",
sagt Phillip Fields, Manager an der Trans-Alaska-Pipeline. "Ich kann doch meine Trixie nicht einfach erschießen."
Nach dem Aufruf der Hundehalter am vergangenen Donnerstag hat Husky-Besitzer Fields einen LKW neben
einem lokalen Einkaufszentrum geparkt. Er bekommt nun täglich Hundefutter von den Nachbarn geschenkt, das er
mit dem Transporter direkt zum Yukon River fahren lässt.
Die größte Hilfe kommt vom US-Tierschutzverein. Ethel Christensen, Direktorin der Organisation, sagte, der Appell sei auf fruchtbaren Boden gefallen. Überall in
den USA werde gesammelt. "Sehr süße" Studenten im Bundesstaat Montana hätten sogar einen Kuchenbasar veranstaltet, um die Hundeleben zu retten. Insgesamt
seien schon 24.500 Kilogramm Fisch zusammengekommen.
Bereits im Juli hatte der Gouverneur von Alaska, Tony Knowles, Katastrophenalarm ausgelöst, weil im dritten Jahr in Folge in den Flüssen Yukon und Kuskokwim
die gewohnten großen Lachsschwärme ausblieben.
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4 Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Alaska
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Nuiqsut (AP), September 2000
- Beim Absturz eines Kleinflugzeugs sind in Alaska vier der zehn Personen an Bord ums Leben gekommen. Das
Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben am Montag während des Landeanflugs auf den Flughafen des Dorfes Nuiqsut nahe der
Nordküste, etwa 650 Kilometer nördlich von Fairbanks. Die sechs Überlebenden wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser
nach Barrow, Fairbanks und Anchorage gebracht. Die zweimotorige Piper 1040 kam aus dem etwa 100 Kilometer östlich
gelegenen Ort Dead Horse, wie es weiter hieß.
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Urteil zu Gunsten von Seelöwen vor Alaska
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Anchorage (AP), Juli 2000
- Zum Schutz der Steller-Seelöwen hat ein US-Bundesrichter den Fischfang mit Schleppnetzen vor der Küste
Alaskas verboten. Bezirksrichter Thomas Zilly entschied am Donnerstag in Seattle, die Schleppnetzfischerei von Schellfisch,
Kabeljau und anderen Fischen stelle für die Meeressäuger eine Bedrohung dar, indem sie deren Nahrungsquelle dezimiere. Das
Verbot, das am 08. August in Kraft tritt, könnte die Fischindustrie nach deren Einschätzung in diesem Jahr 100 Millionen Dollar
(212 Millionen Mark/108 Millionen Euro) und in der ersten Hälfte 2001 mehr als 175 Millionen Dollar kosten.
Umweltschutzorganisationen, die gegen die amerikanische Fischereibehörde geklagt hatten, begrüßten das Urteil. Die Zahl der Steller-Seelöwen ist in den
vergangenen 35 Jahren um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Heute leben noch 34.000 der Tiere gegenüber 230.000 im Jahr 1965. Das
US-Handelsministerium, dem die Fischereibehörde untersteht, erklärte, es bestehe tatsächlich eine Notwendigkeit, die bedrohte Tierart zu schützen. Allerdings sei
auch der Schutz der Menschen in den Küstengemeinden Alaskas wichtig.
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Österreicher vom Mt McKinley gerettet
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Anchorage (Reuters), Mai 2000
- Ein österreichischer Bergsteiger ist nach einem 240-Meter-Sturz auf dem Mount McKinley in Alaska
geborgen und in ein Krankenhaus geflogen worden. Der 24-jährige Christoph Haider aus Gries im Sellrain sei beim Abstieg ohne
Seilsicherung in dem 5540 Meter hoch gelegenen Gebiet des Denali-Pass gestürzt, teilte eine Sprecherin des Nationalparks am
Mittwoch mit. US-Ranger hätten den Unfall von ihrem Lager auf 5240 Meter Höhe beobachtet und sofort reagiert. Ein
Hubschrauber habe Haider vom Gipfel abgeholt. Danach wurde er von einem Flugzeug in ein Hospital nach Anchorage gebracht.
Haider brach sich den Angaben zufolge bei dem Sturz einen Knöchel und die Nase und verletzte sich am Knie.
Der junge Mann hatte zuvor den mit 6194 Meter höchsten Berg Nordamerikas erklommen. Haider kletterte gemeinsam mit einer Gruppe von sechs Bergsteigern.
Der Parkleitung zufolge war es die erste Rettungsaktion in der seit April laufenden Klettersaison. Bisher haben insgesamt 335 Bergsteiger den Mount McKinley
bestiegen. Für diesen Sommer haben sich 1134 Kletterer für eine Besteigung angemeldet. Die Saison geht noch bis Juli.
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Gesetz gegen Ölverschmutzung
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Juneau (Reuters), Mai 2000
- Alaska hat ein Gesetz erlassen, wonach
Kreuzfahrtschiffe dieselben Schutzmaßnahmen gegen Ölverschmutzungen treffen
müssen wie die Öltanker. Kommt es dennoch zu Schäden, müssen die Reedereien
die Kosten für die Reinigung der See und der Küste tragen. Die Regelung kann
zu höheren Versicherungsprämien und dadurch zur Erhöhung der Passagepreise
führen.
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Wolf in Alaska nach Angriff auf Jungen getötet
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Anchorage (Reuters), April 2000
- Ein Wolf hat in Alaska nach Angaben der Behörden einen sechsjährigen Jungen dreimal gebissen und
verschleppen wollen. Der Junge sei gerettet worden und nach Behandlung seiner leichten Verletzungen in einer Klinik in Yakutat
entlassen worden, berichteten die Behörden am Donnerstag. Der Wolf, ein ausgewachsenes männliches Tier, sei erschossen
worden. Der Vorfall am Mittwoch in Icy Bay sei der erste, der sich in den vergangenen 60 Jahren im US-Bundesstaat Alaska
ereignet habe. Seit 1940 sind nach Behördenangaben 38 Menschen an den Folgen von Hunde-Bissen gestorbenn. 32 Tote wurden
bei Angriffen von Bären gemeldet. Den Überfall des Wolfes nahmen Politiker zum Anlaß, eine verstärkte Jagd auf Wolfsrudel zu
fordern.
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Einspruch gegen Exxon-Urteil abgelehnt
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Anchorage (AP), Maerz 2000
- Elf Jahre nach dem Unglück des Tankers «Exxon Valdez» vor der Küste von Alaska hat ein Berufungsgericht in San
Francisco am Donnerstag den Einspruch des Ölkonzerns Exxon gegen die Strafe von fünf Milliarden Dollar (mehr als zehn Milliarden
Mark) abgelehnt. Exxon und der Kapitän des Unglückstankers, Joseph Hazelwood, waren wegen vermeintlicher Verfahrensmängel im
ersten Prozess in Berufung gegangen. Bei der schwersten Ölkatastrophe in der Geschichte der USA waren 1989 rund 42 Millionen Liter
Rohöl ausgelaufen und hatten über 1.600 Kilometer der Küste verschmutzt. Zehntausende Seevögel und Meeressäugetiere kamen dabei
ums Leben, die Fischerei wurde zeitweilig eingestellt. Ein Anwalt der betroffenen Fischer zeigte sich zufrieden über das Urteil. Die
Anfechtung des ersten Verfahrens bezeichnete er als «Exxons Griff nach dem Strohhalm».
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Rekord-Starterfeld bei Hundeschlittenrennen
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(dpa), 5. Maerz 2000
- 81 Gespanne, so viele wie noch nie, nehmen dieses Jahr am traditionellen Iditarod-Hundeschlitten-Rennen durch Alaska teil. Neu in diesem Jahr: Beim Prolog des
Abenteuers, immerhin auch 1850 Kilometer von Anchorage nach Nome, nahmen die Teilnehmer diesmal zahlende Gäste mit. Titelverteidiger Doug Swingley
hingegen hatte eine sechsjährige Leukämie-Patientin mit auf seinen Schlitten genommen. Ihr hatte eine Stiftung die Teilnahme an dem Rennen ermöglicht.
Swingleys Strategie für das eigentliche Rennen ist einfach: „Ich will schneller sein als alle anderen.“ Sein eigener Rekord liegt bei neun Tagen, zwei Stunden, 43
Minuten.
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Schnee treibt Elche in Alaska in den Tod
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Anchorage (dpa), 12. Februar 2000
- Ein Rekordwinter mit riesigen Schneemassen hat in Alaska Hunderte Elche in den Tod getrieben. Die Tiere fliehen
auf frei geräumten Schienenstrecken und Straßen, um dem meterhohen Tiefschnee zu entkommen. Über 470 Elche wurden bereits von
Zügen oder Fahrzeugen gerammt und getötet. Alaskas Eisenbahngesellschaft schickt jetzt den Zügen einen Pilotwagen voraus, der die
Elche mit Warnschüssen von den Schienen vertreiben soll.
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2000 Eingeschlossene in Alaska befreit
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Anchorage (dpa) Samstag, 5. Februar 2000
- Die nach einer Lawinenserie in Alaska eingeschlossene Ortschaft Girdwood ist nach einer Woche wieder erreichbar.
2 000 Bewohner und Skiurlauber atmeten auf, als schwere Bulldozer am Freitagabend (Ortszeit) endlich die entscheidende Straße von
den Schneemassen freiräumen konnten.
In Girdwood waren bereits die Lebensmittel knapp geworden, seit Mittwoch war die Ortschaft auf der Halbinsel Kenai ohne Strom, und
die Treibstoffvorräte waren ebenfalls aufgebraucht.
Die verzweifelten Bewohner reagierten beim Anblick der Bulldozer überglücklich. Viele von ihnen hatten ihre Häuser verlassen und in
einer Stadthalle ausgeharrt, die noch beheizt werden konnte. Die meisten Urlauber und Durchreisende wollten Girdwood sofort verlassen,
viele fürchteten sich vor neuen Lawinen. Ein Sprecher der Highway- Polizei erklärte, jetzt gehe es darum, erst einmal Lebensmittel und
Treibstoff in die Stadt zu schaffen.
Nach Presseberichten hatten die Bewohner und Urlauber die einwöchige Isolation gut überstanden. Es sei nur einmal zu Unruhen gekommen, als die örtliche Polizei
versuchte, den Ausschank und Verkauf von Alkohol zu unterbinden. Die Polizei hatte befürchtet, die Angst und der angestaute Ärger der Eingeschlossenen könnte
nach dem Genuss von Alkohol offen ausbrechen. Angesichts der Proteste hätten die Beamten aber ihr Vorhaben schnell aufgegeben.
Die Lawinen-Serie hatte den Gouverneur des US-Staates, Tony Knowles, am Donnerstag veranlasst, für die betroffenen Regionen Katastrophenalarm auszulösen.
Heftiger Schneefall gepaart mit Stürmen und ungewöhnlicher Wärme hatte in den vergangenen 14 Tagen zu Dutzenden Lawinenabgängen in der Bergregion um
Anchorage, Cordova und Valdez geführt. Allein die Schäden in Cordova, wo am 26. Januar mehrere Gebäude von der Schneelast zerstört wurden, werden auf zwei
Millionen Dollar (vier Millionen Mark) geschätzt. Der Gouverneur hofft nach der Auslösung des Katastrophenalarms auf Bundeshilfe beim Wiederaufbau.
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Alaska Airlines-Flugzeug abgestürzt
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Dienstag, 1. Februar 2000, 13:03 Uhr
Ein US-Passagierflugzeug mit 88 Menschen an Bord ist vor der Küste Kaliforniens in den Pazifik gestürzt. Die Besatzung hatte zuvor technische Probleme gemeldet. Die Maschine der Alaska Airlines kam aus Puerto Vallarta in Mexiko und war unterwegs nach San Francisco. Wegen der Probleme versuchte der Pilot eine Notlandung in Los Angeles.
Die Absturzstelle liegt nach Angaben eines Sprechers der Bundesluftfahrtbehörde (FAA) rund 65 Kilometer nordwestlich des Flughafens von Los Angeles und etwa 15 Kilometer vor der Küste. Wie die Küstenwache mitteilte, wurden mehrere Leichen gefunden. Hinweise auf Überlebende gab es nicht.
Ein großes Trümmerfeld im Wasser weist auf die Unglücksstelle hin. Darüber kreisten Hubschrauber der Küstenwache. Außerdem suchten Boote nach möglichen Überlebenden. Auch ein Flugzeug der Marine war im Einsatz. Die Rettungsarbeiten wurden durch die einbrechende Dunkelheit behindert. Die Suche wurde jedoch mit Hilfe von Scheinwerfern fortgesetzt. An Bord des Flugzeugs waren nach Angaben der Fluggesellschaft 83 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder.
Die Maschine vom Typ MD-83 stürzte gegen 16.30 Uhr (01.30 Uhr MEZ) ab. Sie hatte eine Höhe von 5.100 Metern, als sie vom Radarschirm plötzlich verschwand, wie ein Sprecher des Flughafens von San Francisco sagte. Ein Mitarbeiter von Alaska Airlines sagte, der Pilot habe kurz vor dem Absturz über Probleme mit dem Höhenruder berichtet. Nach Angaben von Jack Evans von Alaska Airlines wurde das Flugzeug zuletzt am Sonntag gewartet.
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Bedrohung für das Arctic Refuge
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(reu), Dezember 2001
- Der Britische Ölgigant BP hat größere Sicherheitsprobleme in seinem Ölfeld in Alaskas Prudhoe Bay - direkt neben dem Arctic National Wildlife Refuge - zugegeben. Nachdem das Wall Street Journal Sicherheitsmängel aufgedeckt hatte, stellte BP ein Team zusammen, das über 300 Angestellten und Arbeiter während des Sommers interviewte. Während dieser Gespräche wurde von Mängeln an der Sicherheitsausrüstung und von chronischen Lecks berichtet. Die Ergebnisse bestätigen die Befürchtungen der Kritiker von Bushs geplanten Ölbohrungen in der Arktis.
In einem darauf folgenden Editorial schrieb die Anchorage Daily News: “Hier gibt es ein Muster, dass erschreckend der Unachtsamkeit und Schlampigkeit ähnlich sieht, die die Exxon Valdez Katastrophe von 1989 verursachte
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Neun Tote bei Flugzeugabsturz in Alaska
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(reu), Oktober 2001
- Beim Absturz eines Flugzeuges sind im amerikanischen Bundesstaat Alaska neun Menschen ums Leben gekommen. Ein Insasse der Cessna-Maschine überlebte das Unglück und kam verletzt in ein Krankenhaus. Das teilte ein Sprecher der US- Luftfahrtbehörde in Washington mit.
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Million Liter Öl aus Pipeline in Alaska geflossen
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(ap), Oktober 2001
- Nachdem ein vermutlich betrunkener Mann in Alaska ein Loch in eine Pipeline geschossen hat, sind mehr als eine Million Liter Öl ausgelaufen. Am Samstag gelang es den Einsatzkräften, das Loch weitgehend zu verschließen. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Tiere oder Pflanzen durch das ausgelaufene Öl geschädigt worden seien, hieß es. Mit mehreren Deichen wurde verhindert, dass Öl in den Fluss Tolovana gelangte.
Der 37 Jahre alte Täter wurde am Donnerstag verhaftet, nachdem vier Stunden zuvor das Leck etwa 120 Kilometer nördlich von Fairbanks entdeckt worden war. Die Polizei erklärte, das Motiv des Mannes sei nicht bekannt. Er sei mehrfach vorbestraft und habe vor der Tat getrunken. Die Pipeline befördert täglich etwa eine Million Barrel (das Fass zu 159 Litern). Das entspricht etwa 17 Prozent der Ölförderung in den USA.
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Pentagon plant Raketentestzentrum in Alaska
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(sp), Juli 2001
- Die USA planen den Aufbau eines Testzentrums für ihr umstrittenes Raketenabwehrsystem im US-Bundesstaat Alaska.
Das Center könnte bereits im Jahr 2004 als Kommandozentrum für ein tatsächliches Abwehrschild dienen. Wie die «New York Times» berichtet,
will das Verteidigungsministerium im Kongress die dafür benötigten Gelder beantragen.
Für den kommenden Samstag hatte das Pentagon einen weiteren Test des Raketenabwehrsystems angekündigt.
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Briten wollen Beringstraße ueberqueren
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(sp), Maerz 2001
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Zwei Briten wollen als erste neuzeitliche Menschen die Beringstraße mit einem Landfahrzeug
überqueren. Am Samstag brachen der 40 Jahre alte Bauarbeiter Steve Brooks und der 40 Jahre alte Graham
Stratford, der bei der Bergwacht in Wales arbeitet, von London nach Alaska auf. Dort soll kommende Woche,
falls das Wetter es zulässt, die 90 Kilometer lange Tour durch das Eis beginnen. Als Reisedauer haben die beiden
Abenteurer sechs Tage veranschlagt.
Nur für wenige Wochen im Jahr, wenn die Temperatur unter 70 Grad Celsius fällt, ist die Meerenge zwischen Alaska und Sibirien von einer dünnen
Eisschicht bedeckt. Das Schneemobil «Ice Challenger» von Brooks und Stratford hat zwei große Lufttanks, die es im Falle eines Einbrechens über
Wasser halten sollen. Außerdem ist es mit dicken Reifen und Greifarmen ausgestattet, damit es aus dem Wasser wieder auf das Eis gelangen kann.
Die Männer selbst werden gummierte Überlebensanzüge tragen und mit einer Pistole bewaffnet sein, damit sie sich gegen etwaige Angriffe von
Eisbären verteidigen können.
Mit der Expedition, die drei Jahre lang vorbereitet wurde, wollen Brooks und Stratford Spenden für eine Organisation sammeln, die Menschen in
Entwicklungsländern den Zugang zu frischem Wasser ermöglicht. Bereits während der Eiszeit überquerten Menschen und Tiere die Bering-Straße,
die nach Erkenntnissen der Wissenschaft damals weitgehend trockengefallen war.
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Special Olympics: World Games in Alaska
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(sp), Dezember 2000
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Schon jetzt sind Athleten und Trainer aber auf das absolute Highlight im Jahr 2001 gespannt. Es sind
die World Games vom 4. bis 11. März in Alaska. Mehr als 2750 Athleten - darunter 68 aus Deutschland - werden zu
dieser größten Sportveranstaltung, die jemals in Alaska stattgefunden hat, erwartet. Begleitet werden Sportler von ihren
Trainern, 4500 freiwilligen Helfern und mehr als 7000 Familienangehörigen. Die Wettkämpfe werden im Ski alpin,
Skilanglauf, Eisschnelllauf, Eiskunstlauf und Floorhockey ausgetragen. Special Olympics setzt sich vor allem auf
sportlichem Gebiet für die Belange geistig behinderter Menschen ein. Das Konzept dieser weltgrößten Organisation
besteht nicht nur im ganzjährigen Sporttraining und der Kombination von Wettbewerben, sondern hat auch noch ein
übergeordnetes Ziel: Die Integration geistig behinderter Menschen in die Gesellschaft. Special Olympics Deutschland hat
sich seit der Gründung 1991 zum Ziel gesetzt, den gleichen Stellenwert zu erlangen, den die Organisation in den USA
besitzt. Zahlreiche Prominente wie Jane Fonda, Jon Bon Jovi, Pele und Tiger Woods unterstützen die Arbeit dort schon
tatkräftig.
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BP Amoco: Erdölförderung in Alaska
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(dpa), November 2000
- Falls George Bush die US-Präsidentschaftswahl gewinnt, wonach derzeit alles aussieht, will der britische
Ölkonzern BP Amoco mit Erschließungsmaßnahmen im Alaska National Wildlife Refuge
beginnen.
Im Unterschied zum bisherigen US-Vizepräsidenten Al Gore, der sich entschieden gegen dieses Vorhaben
ausgesprochen hat, will Bush 8 % des Schutzgebietes zur Öl-Förderung öffnen, um die Abhängigkeit von
ausländischen Lieferanten zu verringern. Derzeit erreicht die Öl-Förderung in Alaska rund 15 % der
US-Inlandsproduktion.
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Greenpeace besetzten Schiff
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Barrow (AP) (dpa), August 2000
- Aus Protest gegen das vom Ölkonzern BP Amoco geplante Bohrprojekt «Northstar» im Nordpolarmeer
nördlich von Alaska haben sechs Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace am Montag ein Spezialschiff mit der Bohrplattform
besetzt. Die Besetzer hatten den am Haken eines Hochseeschleppers hängenden Prahm mit dem Greenpeace-Schiff «Arctic
Sunrise» verfolgt, waren dann kurz nach Mitternacht Ortszeit (12.00 MESZ) mit Schlauchbooten übergesetzt und an Bord des
Wasserfahrzeugs geklettert. Die Umweltschützer sehen in dem Projekt eine Gefahr für das biologische Gleichgewicht in den arktischen Gewässern.
Eine Besetzerin erklärte per Satellitentelefon, man habe ein Kommunikationszentrum errichtet und ein Spruchband mit der Aufschrift «Stop BP's Northstar»
angebracht. Der Schlepper, der den Prahm vom Hafen Barrow aus zur Prudhoe Bay schleppen sollte, machte kehrt und schleppte die Plattform wieder Richtung
Barrow zurück. BP-Amoco-Sprecher Paul Laird erklärte, man habe den Kapitän des Schleppers angewiesen, den Prahm mit der Plattform in sicheren Gewässern
zu «parken» oder nach Barrow zurückzubringen. Der Prahm hatte keine Besatzung. Die Besatzung des Schleppers unternahm keinen Versuch, die
Greenpeace-Leute zu vertreiben.
Das Projekt soll nach den Planungen des Konzerns im Sommer nächsten Jahres anlaufen. Zur Verteidigung gegen die Vorwürfe verwies die Gesellschaft darauf, dass
ihre bisherigen Operationen der arktischen Tier- und Pflanzenwelt in Alaska nicht geschadet hätten. Eine im Dezember 1998 eingereichte Klage von Greenpeace
gegen das Projekt wurde vom Obersten Gericht in Fairbanks abgewiesen. Bei der Aktionärsversammlung von BP Amoco im April stimmten 13 Prozent der
Aktionäre für eine Resolution, die die Einstellung des Projekts forderte. Greenpeace befürchtet, dass das Bohrprojekt zur weiteren Erwärmung der arktischen
Gewässer beitragen werde
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Bär tötete Camper in Alaska
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Hyder (dpa) , Juli 2000
- Auf einem Campingplatz in Alaska hat ein Braunbär einen 41 Jahre alten Mann getötet und teilweise aufgefressen. Das bestätigte die Staatspolizei.
Wie ein Sprecher mitteilte, hatten Anwohner des kleinen Gebirgsortes Hyder im Grenzgebiet zu Kanada am Morgen laute Schreie auf dem Campingplatz gehört.
Kurze Zeit später hätten sie den tödlich verletzten Mann gefunden. Wahrscheinlich hatte der Bär den Camper auf dem Weg von der Toilette zum Zeltplatz angefallen. Das Tier wurde erschossen.
Ein Sprecher des Alaska Department of Fish and Game sagte, daß es erst drei tödliche Angriffe auf Menschen durch Bären, in den letzten 20 Jahren gegeben hä:tte.
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Zwei vermisste Bergsteiger in Alaska wohlauf
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Anchorage (AP) , Mai 2000
-Zwei Bergsteiger, die in Alaska in den Schneemassen einer Lawine vermutet wurden, sind am Montag wohlbehalten am Hang des Mount Forakers entdeckt worden. Eine Sprecherin des Denali-Nationalparks erklärte, der 21-Jährige aus dem US-Staat Montana und sein 22-jähriger Begleiter aus Australien setzten ihren Weg zum Gipfel des 5.220 Meter hohen Berges fort. Die Lawine habe die beiden Männer offenbar knapp verfehlt.
Eine andere Bergsteigergruppe hatte den Lawinenabgang in rund 2.500 Metern Höhe am Samstag beobachtet und Schreie gehört. Parkaufseher flogen daraufhin an den vermeintlichen Unglücksort und entdeckten ein verlassenes Lager sowie zwei Paar Fußspuren, die in die Lawinenzone führten. Ein weiterer Bergsteiger sah die beiden Vermissten schließlich am Sonntagabend, wie sie ihr Lager am Berghang aufschlugen. Der Mount Foraker ist nach dem Mount McKinley der zweithöchste Berg Alaskas.
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Zwei Bergsteiger in Alaska in Lawine vermisst
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Anchorage (AP) , Mai 2000
- Zwei Bergsteiger sind in Alaska offenbar von einer Lawine mitgerissen worden und dabei ums Leben gekommen.
Wie eine Sprecherin des Denali-Nationalparks am Sonntag erklärte, beobachtete eine andere Bergsteigergruppe am Mount
Foraker in 2.400 Meter Höhe den Abgang einer großen Eismasse und hörte Schreie. Wegen Übertragungsproblemen hätten die
Zeugen ihre Beobachtung vom Samstag erst am Sonntag melden können. Parkaufseher seien daraufhin an den Unglücksort geflogen
und hätten ein verlassenes Lager sowie zwei Paar Fußspuren entdeckt, die in die Lawinenzone führten. Die Vermissten hätten eine
extrem gefährliche, steile Route gewählt. Der Mount Foraker ist mit 5.220 Metern nach dem Mount McKinley der zweithöchste
Berg Alaskas.
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Alaska Travel Pass
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Anchorage , Mai 2000
- Amerikas nördlichster Bundesstaat legt für den Sommer einen "Alaska Travel Pass" (www.alaskapass.com) auf, der unbegrenztes Reisen auf Buslinien, der Eisenbahn und den Fährlinien erlaubt. Die Preise liegen zwischen umgerechnet gut 1000 Mark für acht Tage und etwa 2000 Mark für 30 Tage. Wer das Dokument erwirbt, erhält überdies ein Gutscheinheft für Preisnachlässe in zahlreichen touristischen und gastronomischen Betrieben.
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Greenpeace startet Protest im Polareis
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Hamburg/Alaska (ots) 29. Februar 2000
- Mit einem Camp im Polareis Alaskas protestiert Greenpeace gegen die Pläne des Ölkonzerns BP Amoco, neue
Ölfelder in der Arktis zu erschließen. Zwei Wochen lang haben acht Greenpeace-Aktivisten die Errichtung des Camps inmitten der
Eiswüste Alaskas vorbereitet. Bei Temperaturen von minus 26 Grad werden die sechs Männer und zwei Frauen in den kommenden
Wochen die Aktivitäten des Ölförderprojekts "Northstar" von BP Amoco beobachten und dokumentieren. Das Greenpeace-Camp liegt
drei Kilometer vom Northstar-Ölfördergebiet entfernt, das sich sechs Meilen nördlich von Point Storkersen in der Beaufort See, westlich
der Prudhoe Bay befindet.
"Fernab jeder Öffentlichkeit will BP Amoco hier in der Arktis neue Ölquellen ausbeuten. Die Erschließung neuer Ölfelder ist völlig unverantwortlich, denn die
Verbrennung des geförderten Öls wird das Klima mit schädlichen Treibhausgasen belasten", sagt Meike Hülsmann, deutsche Greenpeace-Aktivistin im Camp. "Das
Northstar-Projekt wird aber nicht nur das Klima schädigen, sondern auch die Tiere und das einmalige Ökosystem der Arktis gefährden."
Klimawissenschaftler haben festgestellt, dass sich die westliche Arktis fast doppelt so schnell erwärmt wie der restliche Globus. Durch die steigenden Temperaturen
im Zuge des Klimawandels wird die Packeisdecke immer dünner und löchriger. Die Eisbildung im Herbst beginnt verspätet, im Frühjahr schmilzt das Eis früher.
Dadurch verlieren Eisbären mehr und mehr die Möglichkeit, Robben vom Eis aus zu jagen. Meike Hülsmann: "BP Amoco trägt dazu bei, dass den Eisbären hier
buchstäblich der Lebensraum unter den Pfoten wegschmilzt. Die Gefährdung der Bären ist ein Alarmzeichen für die Bedrohung der gesamten Region."
BP Amoco ist Hauptbetreiber des Northstar-Projekts. Der Ölkonzern will eine Insel durch Kiesaufschüttungen auf über 20.000 Quadratmeter künstlich vergrößern,
um Platz für 30 Ölbohrlöcher, Förder-Ausrüstung und die Unterbringung von 50 Arbeitern zu schaffen. Pausenlos bringen Lastwagen Kies auf die Insel. Zwei riesige
Kräne entfernen große Mengen Eis. Rund um die Uhr ist der ohrenbetäubende Lärm der Arbeiten zu hören. In die Erschließung des Northstar-Gebietes investiert
BP Amoco rund eine Milliarde US-Dollar. Greenpeace konnte den Start der Arbeiten durch Rechtseinsprüche mehrmals verzögern.
Vor Ort beobachtet Sicherheitspersonal des Ölkonzerns das Camp, das die Umweltschützer in den letzten Tagen mit Hochdruck vorbereitet hatten. Am
Wochenende wurden zwei Spezial-Hütten eingeflogen, um das Überleben in der arktischen Kälte zu ermöglichen. Das Camp ist mit modernsten
Kommunikationsgeräten ausgestattet, den Strom erzeugen Windgeneratoren. "Bei Sturm können wir die Hütten nicht verlassen. Der eisige Wind geht selbst durch
die dickste Kleidung, längere Aufenthalte im Freien sind eine Tortur. Wir werden trotzdem versuchen, Aktivitäten gegen das Northstar-Projekt durchzuführen", sagt
Meike Hülsmann.
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Katastrophenalarm in Alaska
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Anchorage (dpa) Sonntag, 6. Februar 2000
- In Alaska sind nach der schlimmsten Lawinen- Serie seit Jahrzehnten tausende Menschen weiter eingeschlossen. Der
Gouverneur des US-Staates, Knowles, löste für die betroffenen Regionen Katastrophenalarm aus. In der Ortschaft Girdwood sind rund 2
000 Bewohner und Skiurlauber bereits seit fünf Tagen von der Außenwelt abgeschnitten. Heftiger Schneefall hatte in Alaska in den
vergangenen zwei Wochen zu dutzenden Lawinenabgängen geführt.
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Reedereien verschenken Spezialschiffe
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Juneau, (tdt) Februar 2000
- Alaska erhält von den dorthin fahrenden amerikanischen Kreuzfahrt-Reedereien fünf
Spezialschiffe zur Bekämpfung von Ölverschmutzungen. Die Schiffe kosten umgerechnet 2,6 Millionen Mark und werden im Südosten des US-Bundesstaates
stationiert. In Alaska war 1989 nach dem schweren Tankerunglück der "Exxon Valdez" das Kreuzfahrtgeschäft im Nordwesten des Pazifiks fast völlig zum Erliegen
gekommen.
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Raketenabwehr versagte
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Washington, Februar 2000
- Nur knapp verfehlte das US-Raketenabwehrsystem NMD (National Missile
Defense) beim letzten Test sein Ziel. Der Angriffskopf der Abfangrakete, das so genannte "Kill Vehicle", raste an dem Sprengkopf einer
Minuteman-Interkontinentalrakete um 30 Meter vorbei, als beide Flugkörper mit einer Geschwindigkeit von je mehr als 10 000 Kilometer pro Stunde aufeinander zu
flogen, erklärte jetzt der US-Verteidigungsminister William Cohen. Auch die Ursache des kostspieligen Fehlschlags - der Test kostete 100 Millionen Dollar - scheint
inzwischen festzustehen. Demnach sind sechs Sekunden vor Erreichen des Zieles zwei Infrarotsensoren ausgefallen, die das "Kill Vehicle" zur Kollision mit dem
Sprengkopf führen sollten. Der Fehler wird auf den Bruch einer Leitung zurückgeführt, die tiefgekühlten Stickstoff zur Kühlung des Infrarotsystems transportierte. Die
Sensoren überhitzten sich und arbeiteten nicht mehr. Ein weiterer, ebenfalls 100 Millionen Dollar kostender Test, soll frühestens im April stattfinden, ehe Präsident
Bill Clinton dann im Sommer entscheidet, ob in Alaska innerhalb der nächsten fünf Jahre für mehr als zehn Milliarden Dollar eine Abwehrraketenbasis mit 100
Abfangraketen errichtet wird, die alle 50 Bundesstaaten Amerikas vor anfliegenden Atomraketen - etwa aus Nordkorea oder dem Iran - schützen soll. Gegen eine
größere Zahl gleichzeitig anfliegender Interkontinentalraketen, die bislang nur Russland starten könnte, wäre das neue System allerdings machtlos. Insgesamt sind 19
Tests bis zur endgültigen Einrichtung der Basis in Alaska vorgesehen.
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