Europäische Entdecker
Nachdem 1778
James Cook
den
Prince William Sound bereiste und ihm seinen Namen gab, kam 1790 der spanische Seefahrer 'Don Salvador Fidalgo'
und bennante den '
Puerto de Valdez' nach dem damaligen spanischen Marineminister (Valdez y Besan).
Das Gebiet war seit 1500 Jahren die Heimat der
Chugach-Inuit. Diese Ureinwohner legten den ersten Trail ueber den
Valdez-Gletscher
an, so dass sie in der Lage waren mit den Bewohnern des Inlandes Handel zu treiben.
Haendler aus Russland schafften es spaeter nicht, sich im Gebiet um Valdez anzusiedeln.
Goldrausch
Erst 1896, in der Naehe des heutigen Ortskern, entstand ein amerikanischer Handelsposten.
Nur 1-2 Jahre spaeter war Valdez, wie Skagway, eine grosse Zeltstadt mit wachsendem Hafen,da Tausende von
Goldsuchern versuchten
ueber den alten Indianer-Pfad den Valdez-Gletscher zu ueberqueren, um die Goldfelder im Inneren des Landes zu erreichen - der
Goldrausch war ausgebrochen. Aus den Berichten von Kapitaen '
William Abercrombie' geht hervor, dass viele der goldsuchenden
'Greenhorns' auf der Strecke blieben: sie verloren ihr Augenlicht (wegen der starken Sonnenreflektion des Gletschers), ihre
Ausruestung und viele auch ihr Leben.
Goldrausch Video
Die, die zurueckkehrten, (nur ca. 300), waren meist krank, gebrochen oder mittellos. Sie wurden von Abercrombie versorgt und um
sie herum vergroesserte sich die Siedlung Valdez. Abercrombie war es auch, der eine Route durch den Keystone Canyon fand.
Die Armee begann mit dem Bau einer Strasse nach Eagle, die spaeter als
Richardson Highway Valdez mit Fairbanks verband.
Depression
1900 jedoch unterlag Valdez im Rennen um die Endstation der
Eisenbahnlinie, ausgehend von der heutigen Kennicot-Kupfermine. Cordova gewann
den Wettbewerb und 1920 lebten nur noch ca. 400 Menschen in Valdez. Der Hafen wurde aber kontinuierlich ausgebaut.
Das Militaer, was sich im
Armeefort Liscum niedergelassen hatte, verließ 1923 Valdez und mit dem Ausbeuten der Minen war auch kein
Geld mehr zu verdienen. In dieser Zeit schon wurde von Werbefachleuten der Begriff '
Switzerland of Alaska' erfunden, um Valdez fuer
Touristen attraktiver zu machen.
In den naechsten 40 Jahren war Valdez jedoch, im Vergleich mit Whittier und Seward, eine eher unwichtige Hafenstadt.
Karfreitagsbeben
Bild Valdez Hafen
Valdez Hafen nach dem Tsunami
1964 dann, bei dem Karfreitags-Beben und dem nachfolgenden
Tsunami wurde die Stadt fast vollstaendig
zerstoert. Doch die Einwohner
bauten ihre Stadt, innerhalb von 3-4 Jahren, ca. 6,5 Kilometer westlich im Landesinneren, wieder auf.
Trans-Alaska-Pipeline
Mit dem Bau der
Trans-Alaska-Pipeline wurde auch nach einem Endpunkt und Umschlagplatz fuer das
Erdoel gesucht. Die Wahl fiel auf
Valdez, da es der noerdlichste
eisfreie Hafen Nordamerikas war/ist. Der 244 Meter tiefe Hafen und die Zugaenge zum Landesinneren
wurden an die Betreiber der Pipeline 1974 verkauft und man begann mit dem Bau der Oelanlagen.
1977 verließ der erste Tanker mit 'Alaska-Oel' den Valdez-Hafen.
Exxon Valdez
Im Maerz 1989, auch an einem
Karfreitag, ereignete sich dann die folgenschwere
Oelkatastrophe: Der Super-Tanker 'Exxon Valdez' lief auf
das 'Blight Reef' auf und verlor 42 Millionen Liter Oel, das sich in den Prince William Sound ergoss. 44.000 km2 Meer wurden verschmutzt
und es starben wohl 400.000 Seevoegel, 6000 Seeotter und viele weitere Tiere. Der Tourismus und vor allem die angrenzende
Fischindustrie in Valdez erlitt grosse Einbußen. Die, von der Oelgesellschaft 'Exxon' finanzierte,
Aufraeumarbeiten (2 Milliarden US$)
waren vorbildlich: 1400 Schiffe, ueber 80 Flugzeuge und 2000 Menschen bekaempften den breiigen Schlick.
Zwischenzeitlich 'explodierte' die
Einwohnerzahl von Valdez, von 3000 auf fast 12.000, da immer mehr Hilfskraefte fuer die
Saeuberungsaktionen benoetigt wurden. Heute scheint sich die
Tier- und Umwelt von der Katastrophe
erholt zu haben und es sind
kaum noch Spuren der Oelpest zu sehen.
900 Millionen US-Dollar musste 'Exxon' bisher
Schadensersatz zahlen.